In diesem Beitrag schauen wir uns Schritt für Schritt alle wichtigen Punkte an, um zu lernen, wie man ein cooles, einprägsames und zeitloses Logo gestaltet.
Nach einer längeren Pause habe ich endlich wieder etwas Zeit gefunden, um einen der Blogartikel zu schreiben, die schon lange auf meiner Wunderlist stehen.
Das Ziel: wirklich alle Aspekte abzudecken, die ein unvergessliches Logo ausmachen.
Die Logos aller weltweit bekannten Marken sind für die meisten Menschen sofort wiedererkennbar – selbst ohne den typografischen Schriftzug, der oft das Bildzeichen begleitet. Das liegt unter anderem daran (neben Branding und Markenaufbau), dass das Logo professionell gestaltet wurde.
Die Liste der Merkmale, die ich gleich aufzähle, deckt viele Bereiche ab. Wichtig: Es ist praktisch unmöglich, dass ein Logo wirklich alle genannten Kriterien erfüllt. Aber wenn einige davon zutreffen und die Umsetzung stimmt, kann man es als gutes Logo bezeichnen.
Genug der Vorrede – los geht’s!
Ein Logo sollte sofort erkennbar und leicht zu merken sein. Das ist keine bahnbrechende Erkenntnis, aber einer der wichtigsten Grundsätze.
Wenn man sich die Entwicklung der bekanntesten Logos anschaut, ist der Trend eindeutig: Es wird immer minimalistischer.

Wenn du tiefer in das Thema Logo-Entwicklung einsteigen möchtest, schau dir diesen Beitrag an, den wir vor Kurzem veröffentlicht haben.
Die Frage, die sich stellt: Ist das ein Trend oder nur eine Modeerscheinung? Meiner Meinung nach ganz klar: Nein, es ist eine Frage von Usability und Logik.
Ein Vergleich macht es deutlich, warum ich auf minimalistische Logos setze: Wenn wir einem Gespräch folgen, nehmen wir unbewusst die wichtigsten Begriffe und Kernaussagen auf. Am Ende bleiben meist nur ein oder zwei prägnante Sätze oder sogar nur ein Wort hängen. Ein Logo sollte genau das sein – das eine Wort, das alles auf den Punkt bringt und im Gedächtnis bleibt.
Wer möchte, dass sein Logo im Kopf bleibt, sollte es nicht mit zu vielen Details überladen. Komplexe Formen machen es dem Betrachter unnötig schwer.
Nike, Adidas, McDonalds, WhatsApp … Ich muss die Logos nicht mal zeigen – allein beim Lesen der Namen hast du sie schon vor Augen, oder?
Heißt das, ein illustriertes oder detailreiches Logo ist automatisch schlecht? Nein. Ein Logo sollte nicht nur nach der Form, sondern vor allem nach der Idee dahinter bewertet werden.
Wenn du Innenarchitekturprojekte machst und dein Logo genauso gut zu Antonias Fischladen um die Ecke passen würde … dann läuft was schief.
Einzigartige Konzepte machen ein Logo unverwechselbar und sorgen für ein stimmiges Corporate Design.
Diese Fragen helfen, das passende Konzept zu finden:
Hier ein Logo mit doppelter Bedeutung. Die Idee dahinter lässt sich klar erläutern.
Ein Logo, bei dem mit Typografie und Bildzeichen gespielt wird. Auch hier ist das Konzept nachvollziehbar.
Verstanden, worauf es ankommt?
Ob handgezeichnet oder digital erstellt – eine eigens entwickelte Typografie gibt dem Logo einen individuellen Charakter.
Ein Logo sollte möglichst vielseitig sein. Idealerweise lässt es sich nahtlos auf jedem Medium einsetzen.
Ob Visitenkarte, T-Shirt, Cap oder Smartphone – ein gutes Logo funktioniert überall. Empfehlenswert ist auch eine sogenannte „Strichversion“.
Schauen wir uns das genauer an:
Die richtigen Proportionen. Die Größenverhältnisse müssen stimmen. Zu feine Linien verschwinden bei Verkleinerung. Bei mehreren Wörtern sollte der Größenunterschied nicht zu groß sein, sonst werden kleine Elemente schnell unleserlich.
Die Strichversion ist eine einfarbige Variante des Logos. Stell dir vor, das Logo soll auf eine Cap gestickt werden – und das nur in einer Farbe. Genau dafür braucht man diese Version. Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung:
Links das Original, rechts die Strichversion. Wie man sieht, bleibt das Logo auch einfarbig klar erkennbar.
Wer mehr über Strich- oder Monochrom-Logos wissen möchte, findet hier einen ausführlichen Beitrag von Brandemia.
Symmetrie macht Logos einprägsam und ästhetisch. Studien zeigen: Unser Schönheitsempfinden ist eng mit Symmetrie verbunden – zum Beispiel im Gesicht.
Ein Logo muss aber nicht perfekt symmetrisch sein. Oft reicht ein gezieltes Spiel mit Symmetrien, um einen spannenden Effekt zu erzielen.
Das Nintendo Switch Logo ist ein gutes Beispiel: Es ist nicht komplett symmetrisch, aber das Wechselspiel der Formen wirkt sehr ansprechend.
Hier gibt’s einen spannenden Artikel über Symmetrie im Logodesign (auf Englisch, aber sehr lesenswert – auch aus psychologischer und evolutionärer Sicht).
Hier die wichtigsten Punkte noch einmal als schnelle Zusammenfassung – so entsteht ein gutes Logo:
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