Wenn es um Rankings geht, sind wir alle schnell dabei zu sagen, was das Beste oder das Schlechteste ist. In dieser Beitragsreihe zeige ich euch die besten Logos der Welt. Heute ist Apple an der Reihe.
Fest steht: Jedes Ranking geht immer von einem völlig subjektiven Standpunkt aus. Und genau deshalb wird auch dieses Ranking der besten Logos der Welt, das ich euch hier zeige, absolut subjektiv sein.
Um zu entscheiden, ob ein Logo es verdient, in die Top-Auswahl der besten Logos der Welt aufgenommen zu werden, habe ich folgende Faktoren berücksichtigt:
Kurz zu den Kriterien:
Wenn wir über Logos und Design sprechen, ist Attraktivität ein Punkt, der einfach erfüllt sein muss.
Dass ein Logo das Produkt oder die Dienstleistung widerspiegelt, ist ein grundlegender Aspekt beim Design eines guten Logos.
Bekanntheit sollte eigentlich kein entscheidender Faktor dafür sein, ob ein Logo zu den besten der Welt gehört – das stimmt. Der Grund, warum ich diesen Aspekt trotzdem berücksichtigt habe, ist ganz einfach: Ich möchte Logos zeigen, die weltweit bekannt sind.
Was ich nicht berücksichtigt habe, ist die Markenreputation. Damit meine ich: Das hier ist kein Ranking zur Markenreputation, auch wenn darin weltweit bekannte Marken vorkommen.
Alles klar? Dann legen wir los.

Apple. Ziemlich naheliegend, oder? Ich habe es direkt an den Anfang gesetzt, um den Durst der Apple-Fanboys zu stillen. Wäre es nicht im Ranking, würden sie wahrscheinlich einen Anfall bekommen. Ihr könnt also durchatmen und den Beitrag ohne innere Unruhe genießen.
Nach dieser äußerst unprofessionellen Abschweifung sprechen wir ein wenig über das Logo:

Das ursprüngliche Logo wurde 1977 von Rob Janoff entworfen. Im vorherigen Bild habe ich das aktuelle Logo gezeigt, das auf Basis des früheren Designs überarbeitet wurde, aber praktisch identisch geblieben ist.
Die Bedeutung hinter dem Logo steht für Wissen – in Anlehnung an den Apfel der Erkenntnis, in den Eva gebissen hat. Wissen durch Computer.
Laut dem Designer wurde das Logo ursprünglich jedoch nicht ausdrücklich mit dem Gedanken entworfen, auf die Bibel Bezug zu nehmen. Dass der Apfel angebissen ist, war vielmehr ein Mittel, um deutlich zu machen, dass es sich nicht um eine Kirsche handelt.

Über die erste Version des Apple-Logos mit dem regenbogenfarbenen Apfel wird gemunkelt, sie spiele auf die Hippie-Kultur an, die in den 70ern so angesagt war. Janoff zufolge lag der Grund für die vielen Farben jedoch darin, dass der Apple II der erste PC mit Farbmonitor war.
Im Laufe der Jahre hat es sich eher wenig verändert. Konzept und Form sind immer gleich geblieben – wenn man die allererste Version einmal außen vor lässt.
Man sieht, dass sich das Logo an die jeweilige Zeit angepasst hat. In den 2000ern können wir erkennen, wie es sich den Verläufen, Glows und Chromeffekten anschloss, die damals unsere Bildschirme alle ziemlich überfluteten.
Heute, selbst nach so vielen Jahren in der Ära des Flat Design, behält das Apple-Logo weiterhin die Formen bei, mit denen es 1977 gestaltet wurde. Gleichzeitig ist es vollkommen flat: keine Reliefs, keine Chromeffekte, keine Verläufe.

Visuell ist es ein ausgewogenes Logo mit einer fürs Auge attraktiven Geometrie. Es ist minimalistisch, was – wie wir gesehen haben – dafür sorgt, dass es zeitlos ist und sich leicht an jede neue grafische Tendenz anpassen lässt.
Es ist ein Logo, das visuell symmetrisch wirkt, auch wenn es das eigentlich nicht ist. Die Formen sind einigermaßen vorhersehbar – im besten Sinne des Wortes.
Was die Sache mit dem Goldenen Schnitt über dem Raster angeht, habe ich meine Zweifel, ob es sich dabei um eine belegbare Tatsache oder einfach um einen Mythos handelt. Das gäbe Stoff für einen eigenen Beitrag, und tatsächlich werde ich dazu in ziemlich naher Zukunft einen Recherche-Beitrag veröffentlichen.
Ich hoffe, euch hat dieser erste Teil über die besten Logos der Welt gefallen. Heute saß das Apple-Logo hier mit uns am Tisch. Das nächste kommt noch.
Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, welche Eigenschaften ein gutes Logo haben sollte, schaut euch diesen Beitrag an, in dem ich darüber spreche, wie man ein richtig gutes Logo gestaltet.
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