Einer der Hebel, auf die sich digitales Marketing häufig stützt, um Ergebnisse zu erzielen, ist die Nutzung eines psychologischen Phänomens namens FOMO (Fear of missing out) – auf Deutsch: die Angst, etwas zu verpassen. Wir sehen uns einige Beispiele dafür an, wie sich dieser psychologische Faktor in eine digitale Marketingkampagne integrieren lässt.
In den letzten Jahren hat der Einsatz von FOMO unter den Nutzerinnen und Nutzern sozialer Netzwerke wie Snapchat, Instagram, Facebook usw. enorm zugenommen. Über Anzeigen oder Influencer ausgespielt, gehört FOMO zu den Techniken, die besonders gute Ergebnisse erzielen, wenn es darum geht, Verkäufe anzukurbeln, das Engagement zu verbessern und eine Marke oder ein Produkt wirksam zu promoten.
Der psychologische Faktor FOMO ist im digitalen Marketing besonders wirkungsvoll bei Social-Media-Nutzern, die als Millennials bezeichnet werden. Diese Zielgruppe verfügt insgesamt bereits über eine hohe Kaufkraft und stellt eine große Gruppe von Käufern und Konsumenten dar.
Nutzer, die besonders empfänglich für FOMO sind, folgen uns mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit in den sozialen Netzwerken und lassen sich relativ leicht zu Impulskäufen bewegen – motiviert durch die Angst, etwas zu verpassen.
Im Folgenden sehen wir uns einige einfache Techniken an, die eingesetzt werden und die wir in unserer digitalen Marketingstrategie nutzen können, um von diesem interessanten Faktor zu profitieren.
Das Zugehörigkeitsgefühl gehört zu den stärksten sozialen Bedürfnissen des Menschen. Teil einer ausgewählten oder exklusiven Gruppe zu sein, gibt Menschen Zufriedenheit und stärkt ihr Identitätsgefühl.
Auch die Kombination aus Verknappung und Exklusivität ist eine sehr gute Methode, um bei Nutzern den Wunsch zu wecken, zu einer ausgewählten und begrenzten Gruppe zu gehören.
Eine der am häufigsten eingesetzten Methoden ist die bekannte Kundenkarte, über die Punktprämien, Rabatte ab einem bestimmten Einkaufswert oder Aktionen angeboten werden, je mehr Produkte in einem Geschäft gekauft werden. Im Online-Marketing lässt sich dieses Prinzip über soziale Netzwerke anwenden, wo FOMO eine sehr wichtige Rolle spielt. Wir können diesen Effekt also nutzen, indem wir Aktionen erstellen, die nur bestimmten Mitgliedern zugänglich sind und ihnen verschiedene Rabatte oder Geschenke bieten.
Ein weiterer Anreiz zur Kundengewinnung besteht darin, besondere Vorteile für Käufer anzubieten, bevor ein Produkt offiziell auf den Markt kommt. Dieser Ansatz wird in letzter Zeit besonders stark in der Gaming-Branche genutzt. Dort wird häufig die Möglichkeit angeboten, ein Spiel vorzubestellen, wobei Käufer bestimmte Vorteile erhalten, etwa exklusive Charaktere, Vorteile im Spiel, besondere Skins usw.
Wenn es sich um ein Multiplayer-Spiel handelt, bei dem der Wettbewerbsaspekt besonders stark ist, könnt ihr euch vorstellen, wie effektiv eine solche Technik sein kann. Außerdem bringt sie den Unternehmen, die diese Strategie einsetzen, gleich mehrere Vorteile:
Knappheit und Dringlichkeit zu erzeugen, war schon immer eine gute Verkaufstechnik. In Kombination mit dem FOMO-Faktor wird sie jedoch noch deutlich wirkungsvoller. Wie ihr alle aus eigener Erfahrung wisst, kaufen wir sehr häufig impulsiv Produkte, die wir eigentlich gar nicht brauchen, sobald sie nur für kurze Zeit reduziert angeboten werden. Flash-Angebote, saisonale Aktionen usw. – all das sind Techniken, die mit der Angst spielen, etwas zu verpassen, und genau davon profitieren.
Im digitalen Marketing und insbesondere im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken sind Snapchat, Instagram Stories bzw. zeitlich begrenzte Inhalte ein Faktor, der bei den Nutzern dieser Netzwerke FOMO erzeugt. Wir können die Erlebnisse, die unsere Follower für einen begrenzten Zeitraum von 24 Stunden posten, direkt mitverfolgen. Auch wenn es banal erscheinen mag: Genau das hält Nutzer engagiert und sorgt dafür, dass sie ständig in den sozialen Netzwerken aktiv bleiben.
Um FOMO in sozialen Netzwerken und als digitale Marketingstrategie optimal zu nutzen, sorgt der Einsatz von Instagram Stories also nicht nur für ein menschlicheres und alltäglicheres Markenbild, sondern erzeugt bei unseren Followern auch die Angst, etwas zu verpassen. Stellt euch vor, wir nutzen das intelligent: zum Beispiel durch begrenzte Promo-Codes mit einer maximalen Anzahl an Einlösungen, über die wir Rabatte auf unsere Produkte anbieten – direkt in diesen 24-Stunden-Stories und natürlich ohne Vorankündigung. So erreichen wir, dass unsere Follower ständig auf jede Story achten, die wir veröffentlichen. In diesen Stories können wir ihnen selbstverständlich Inhalte zeigen, die für uns relevant sind, und nur ab und zu eine Aktion anbieten.
Wie ihr seht, ist der Einsatz von FOMO bzw. der Angst, etwas zu verpassen, eine Technik, um bei potenziellen Kunden Aufmerksamkeit und Anziehung zu erzeugen. Wenn wir sie richtig einsetzen, könnt ihr sicher sein, dass sie sehr gute Ergebnisse liefern wird. Wie immer gilt: nicht übertreiben, denn das Ziel ist es, bei den Nutzern tatsächlich ein gewisses Gefühl von „Exklusivität“ zu schaffen. Wenn ihr diese Technik noch nicht nutzt, wird es höchste Zeit, sie in eure digitale Marketingstrategie aufzunehmen!
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