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15/11/2016

8 Dinge, die du wissen solltest, bevor du eine Website erstellst #1

Es gibt nicht wenige Menschen oder Unternehmen, die beim Start des Prozesses eine Website zu erstellen, einfach bei Google nach dem suchen, was sie glauben, suchen zu müssen, ohne sich vorher zu fragen, was sie eigentlich benötigen.

Schauen wir uns die verschiedenen Profile an: Da gibt es einerseits das Unternehmen mit ausreichend Ressourcen und andererseits die Einzelperson, die gerade ein neues Business aufbaut – und logischerweise meist am wenigsten investieren kann.

Innerhalb dieser beiden Gruppen begegnen uns immer wieder folgende Widersprüche: Das Unternehmen mit Budget, das meint, der/die Sekretär/in könne die Website nebenbei erstellen (schließlich sitzt er/sie ja den ganzen Tag am PC und hat auch schon mal das E-Mail-Problem gelöst…), und die Einzelperson mit wenig Budget, die gerade startet, aber aus Unwissenheit ein professionelles Webprojekt beauftragen möchte, für das man locker mit Budgets ab 14.000 € und Entwicklungszeiten von über sechs Monaten rechnen müsste.

Deshalb ist es entscheidend, sich vor der Beauftragung eines Webdesign-Projekts genau zu überlegen, wem man dieses Projekt anvertraut. Um diese Entscheidung zu erleichtern, beantworten wir in einer Serie von acht ausführlichen Beiträgen die wichtigsten Fragen:

  1. Selbst machen oder an einen Profi vergeben?
  2. Ist das, was du suchst, auch das, was du wirklich brauchst?
  3. Soll die Website selbst verwaltbar sein oder reicht eine statische Seite?
  4. Soll Entwicklung und Design individuell erfolgen oder auf Basis einer Vorlage?
  5. Hat das Team bereits ähnliche Projekte umgesetzt?
  6. Begeistert dich das Portfolio und bist du bereit, dich beraten zu lassen?
  7. Bist du realistisch, was Preise und Entwicklungszeiten angeht?
  8. Fazit

1. Selbst machen oder an einen Profi vergeben?

In den meisten Fällen, so meine Erfahrung, lautet die Antwort: Gib es an einen Profi ab. Ja, ich arbeite in diesem Bereich – das klingt vielleicht nach Eigenwerbung, aber ich werde dir auch die Gründe dafür nennen.

Zunächst aber die Argumente, warum du es vielleicht doch selbst machen solltest:

Wenn du alle oder die meisten der folgenden Punkte erfüllst, mach es selbst:

  • Du hast viel Zeit: Es macht dir nichts aus, dich in WordPress einzuarbeiten, von dem alle sagen, es sei so einfach: Eine Vorlage für 40 € kaufen, Texte, Bilder und Logo austauschen. Oder noch einfacher: ein Baukastensystem, wie es viele Hosting-Anbieter anbieten, denn…
  • Neben Zeit spielt das Ergebnis für dich keine große Rolle: Du hast das Hosting gebucht, WordPress per FTP installiert, die Vorlage gekauft und eingebunden. Alle Texte sind ausgetauscht, aber… Überraschung: Die Formatierung stimmt nicht, du würdest die Seite gern mehrsprachig machen, ein Bild ist verzerrt und das Kontaktformular funktioniert nicht. Außerdem möchtest du Farben ändern, aber die Vorlage bietet dafür keinen Support. Keine Panik – für alles gibt es Lösungen, aber du brauchst Geduld und wahrscheinlich Ibuprofen.
  • Originalität ist dir egal: Es stört dich nicht, dich von der Konkurrenz abzuheben oder ein besonderes Nutzererlebnis zu bieten.
  • Du glaubst, Webdesign und -entwicklung ist einfach: Jeder kann einen PC bedienen und dein Schwager hat auch schon mal die Website für seine Amateurband gebastelt.

Und hier einige Gründe, warum du besser einen Profi beauftragst:

  • Dir ist wichtig, wie du dich deinen Kunden präsentierst – nicht nur neuen, sondern auch bestehenden. Der Unterschied zwischen einer professionell erstellten Website und einer Laienlösung ist sofort spürbar und vermittelt Seriosität sowie Engagement für dein Geschäft.
  • Du investierst deine Zeit lieber in dein Kerngeschäft, das du beherrschst. Auf lange Sicht lohnt es sich, einen Experten für Entwicklung und Design zu beauftragen – und du hast einen Ansprechpartner, wenn die Website erweitert werden soll oder du Beratung brauchst.
  • Du hast Budget für eine professionelle Website: Dann gibt es keinen Grund, es nicht Profis zu überlassen – du profitierst in jeder Hinsicht.
  • Dein Produkt oder Unternehmen richtet sich an ein exklusives, luxuriöses oder innovatives Publikum: Hier muss man nicht viel erklären. Wer Exklusivität, Luxus oder Innovation bietet, braucht auch eine entsprechend hochwertige Website. Das heißt aber nicht, dass es immer teuer sein muss – oft ist eine schlichte, aber professionell umgesetzte Seite besser als eine überladene, schlecht gemachte Lösung. Deshalb gilt…
  • Du weißt, dass ein schlichtes, gut gemachtes Webdesign besser ist als ein liebloses: Glaub mir, das merkt man sofort. Lieber eine kleine, übersichtliche Website mit vier gut gestalteten Bereichen als eine unstrukturierte Seite mit unzähligen, schlecht gepflegten Unterseiten. Und: Achte darauf, wem du das Projekt anvertraust – denn noch schlimmer als ein Laienprojekt ist ein schlecht gemachtes, für das du auch noch bezahlst.
  • Du schätzt die Arbeit, die hinter gutem Design steckt, weißt um die Bedeutung von Details und bist beeindruckt, wenn du eine wirklich gelungene Website siehst.

Abschließend lässt sich sagen: Wer überzeugen will, muss sich zeigen. Wenn du bei potenziellen Kunden glaubwürdig auftreten und stolz auf dein Angebot sein willst, ist ein professioneller Auftritt unerlässlich: ein gutes Logo, hochwertige Visitenkarten und eine überzeugende Website. Mit einer ansprechenden Website und geschmackvollen Fotos deiner Projekte oder Produkte präsentierst du dich und deine Leistungen klar und stilvoll. Wenn du deine Visitenkarte überreichst, solltest du das mit Überzeugung tun – in dem Wissen, dass der Kunde auf deiner Website sieht, wie gut ihr seid. Andernfalls verschenkst du Potenzial.

Im nächsten Beitrag der Serie gehen wir ausführlich auf die Frage ein: „Ist das, was du suchst, auch das, was du wirklich brauchst?“

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