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31/12/2018

Was ist der Google Dance? Wenn die Suchergebnisse schwanken

Heute spreche ich über den berüchtigten Google Dance – allein der Name sorgt bei mir immer wieder für ein Schmunzeln.

Zuerst einmal klären wir, was der Google Dance NICHT ist:

  1. Google Dance ist kein peinlicher Internet-Challenge, der durchs Netz geistert
  2. Google Dance ist kein neuer Tanzstil
  3. Google Dance ist nicht Google, das für dich twerkt

Jetzt, wo das geklärt ist, fassen wir zusammen, was der Google Dance wirklich ist:

Der Google Dance bezeichnet die Phasen, in denen Google durch Änderungen an seinen Algorithmen die Suchergebnisse und Rankings spürbar durcheinanderwirbelt.

Für SEO-Profis bedeutet Google Dance oft Herzklopfen – im positiven wie im negativen Sinne.

Im Grunde gilt: Was der Google Dance gibt, kann er auch genauso schnell wieder nehmen.

Google Dance – alles, was du wissen musst

Wie oft kommt das vor?

Google nimmt etwa zehnmal im Jahr größere Anpassungen an seinen Algorithmen vor.

Diese Updates werden jedoch nicht immer auf einen Schlag ausgerollt – manchmal erfolgen sie schrittweise, werden teilweise zurückgenommen oder komplett umgesetzt.

Vielleicht hast du schon mal nach deinen Keywords gesucht und bist plötzlich auf einer ungewohnten Position gelandet. Nach ein paar Minuten suchst du erneut – und schon stehst du wieder ganz woanders.

Das liegt oft daran, dass Google gerade am Algorithmus schraubt – der Tanz beginnt (oder du bemerkst es zumindest in diesem Moment).

Woran erkenne ich, ob meine Website gerade mittanzt?

Angenommen, deine Website erlebt gerade starke Ranking-Schwankungen. Wie findest du heraus, ob das am Google Dance liegt?

Folgende Anzeichen deuten darauf hin, dass deine Rankings gerade „tanzen“:

  1. Deine Rankings springen in kurzer Zeit (2–3 Tage) ungewöhnlich stark auf und ab – als wäre alles im Ausnahmezustand
  2. Passiert das sogar innerhalb eines Tages, ist der Google Dance noch wahrscheinlicher
  3. Schau dir die Positionen deiner Wettbewerber an: Sitzen alle noch fest im Sattel und nur du rutschst herum? Beim Google Dance sind meist mehrere Wettbewerber betroffen

Wurde meine Website abgestraft oder tanzt sie nur?

Wenn die Rankings nach unten gehen, ist Panik oft die erste Reaktion. Steckt vielleicht doch mehr dahinter?

Ja, das ist möglich – aber nicht die Regel. Hier ein paar Hinweise, die auf eine Google-Penalty hindeuten könnten:

  1. Überprüfe alle wichtigen Keywords: Haben sie alle deutlich und dauerhaft verloren, könnte eine Abstrafung vorliegen
  2. Bist nur du betroffen und alle anderen bleiben stabil? Auch das kann ein Indiz sein
  3. Gehen die organischen Besucherzahlen deiner Website stark zurück, ist das ein weiteres Warnsignal

Treffen alle drei Punkte zu, solltest du genauer nachforschen.

Welche Websites sind am stärksten betroffen?

Je länger eine Website eine Top-Position hält, desto stabiler ist sie dort. Neueinsteiger in den Top 5 sind dagegen deutlich anfälliger für Schwankungen.

Die Plätze 1 und 2 sind meist besonders hart umkämpft und schwer zu verdrängen, wenn sie lange gehalten werden.

Wenn deine Website also gerade erst in die oberen Ränge aufgestiegen ist, spürst du die Auswirkungen des Google Dance besonders stark.

Hier ein Video, das diesen Punkt ausführlich erklärt:

https://moz.com/blog/ranking-fluctuations

Wie erkenne ich größere Schwankungen?

Neben den genannten Anzeichen gibt es Tools, die die Veränderungen in den SERPs branchenübergreifend messen.

Schau dir das mal an – mit diesen Tools kannst du die „Erdbeben“ in den Suchergebnissen live verfolgen. Achte darauf, die richtige Region auszuwählen.

https://es.semrush.com/sensor/

Okay, aber was kann ich jetzt tun?

Egal, ob du glaubst, dass deine Website gerade mittanzt oder vielleicht sogar abgestraft wurde – das Wichtigste ist erst einmal:

Beruhige dich und bleib gelassen. Keep calm and enjoy the dance

Keine Panik! Warte ein paar Tage ab. Wenn deine Website schon länger gut rankt, kehrt sie meist wieder auf ihre Stammplätze zurück.

Ist deine Seite gerade erst aufgestiegen und fällt jetzt wieder ab, sieh es positiv: Solange der Trend insgesamt nach oben zeigt, ist das ein gutes Zeichen. Beim nächsten Anstieg geht’s vielleicht noch weiter nach oben.

Checke mögliche Fehlerquellen

Wir Menschen sind selten untätig – deshalb hier ein paar To-dos, um sicherzugehen, dass keine Abstrafung vorliegt und wie du sie beheben kannst:

  1. Schau in deine Google Search Console und prüfe auf Fehler. Besonders 404-Fehler solltest du durch Weiterleitungen oder andere Maßnahmen beheben
  2. Kontrolliere in der Search Console, ob es manuelle Maßnahmen von Google gibt. Falls ja, informiere dich über die Ursache und wie du sie beheben kannst
  3. Hast du sehr große Änderungen an den Website-Texten vorgenommen? Wenn sich die Rankings nach ein bis zwei Wochen nicht erholen oder weiter fallen, überlege, ob du zurückruderst oder einen Mittelweg findest

Wenn alles passt, dann gilt:

Bewerte deine Ergebnisse nicht von Tag zu Tag

Miss deine Rankings immer über ein bis zwei Wochen hinweg. Lass dich nicht verrückt machen, wenn du heute ganz oben und morgen auf Platz 8 bist. Entscheidend ist der Durchschnitt über mehrere Wochen.

Außerdem: Die Suchergebnisse können je nach IP-Adresse variieren. Es kann also sein, dass du deine Website auf Platz X siehst, während jemand anderes sie zwei Plätze höher oder tiefer findet – je nach Tag und Standort.

Was tun während des Google Dance?

Mein Tipp: Nutze die Zeit produktiv! Optimiere weiter am SEO deiner Website, verbessere die User Experience, baue Backlinks durch Gastbeiträge auf oder stärke deine Social-Media-Präsenz. Oder schreib – wie ich – einen Blogartikel über den Google Dance.

Wenn der Google Dance Spaß macht

Google Dance – das große Missverständnis

Zum Abschluss noch ein ehrlicher Gedanke:

Klar, es nervt gewaltig, wenn die Rankings plötzlich abstürzen. Mir geht’s genauso. Aber wenn du plötzlich nach oben schießt, suchst du auch nicht panisch nach dem Grund – dann denkst du einfach: „Ich bin halt ein Genie.“ Stimmt’s?

Tatsächlich steckt hinter diesen Höhenflügen oft ebenfalls der berüchtigte Google Dance. Wenn wir uns also nicht beschweren, wenn’s nach oben geht, sollten wir auch nicht jammern, wenn’s mal runtergeht.

Das sage ich dir – und mir selbst.

#GodBlessGoogleDance #FuckGoogleDance

 

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