Wenn du auch nur ansatzweise mit der heutigen Gesellschaft verbunden bist, weißt du garantiert, was WordPress ist. Falls du allerdings in einem postnuklearen Bunker lebst, hast du vermutlich keinen Zugang zu diesem Beitrag – und alles andere interessiert dich ohnehin nur so weit, wie es um die tägliche Essensration und das Leeren des Abwassertanks geht.
Wie allgemein bekannt, ist WordPress eines der meistgenutzten CMS, wenn es um die Entwicklung von Websites geht.
Doch wie bei jedem Mainstream-Produkt ranken sich auch um dieses Content-Management-System zahlreiche Mythen und Halbwahrheiten.
Werfen wir also einen Blick auf die häufigsten Irrtümer rund um WordPress.
Der wohl verbreitetste Fehler ist die Annahme, dass WordPress als CMS bei Design und Entwicklung viele Grenzen setzt.
Das Gegenteil ist der Fall.
Dieses Vorurteil stammt meist von Hobbybastlern, die sich selbst beibringen wollen, wie man eine Website baut, um Geld zu sparen – oder von Agenturen, die Standard-Templates zu überhöhten Preisen verkaufen.
Das technische Know-how dieser Personen beschränkt sich oft darauf, ein WordPress-Template zu installieren und ein paar Kleinigkeiten zu ändern, vielleicht noch ein Plugin zu installieren – solange dieses keine Fehler verursacht, denn die könnten sie nicht beheben.
Geht dann etwas schief, ist natürlich WordPress schuld. Es ist eben einfacher, das System schlechtzureden, als die eigenen Grenzen einzugestehen.
In den Händen eines Profis wird WordPress zu einem extrem flexiblen Werkzeug, das sich nahezu unbegrenzt anpassen lässt.

Ein weiteres Vorurteil, das eng mit dem ersten zusammenhängt.
Stell dir den Anfänger von eben vor, der schon bei der Plugin-Installation gescheitert ist.
Wenn diese Person nun versucht, einen Online-Shop mit WordPress aufzusetzen, ist das Chaos vorprogrammiert.
Wie so oft im Leben gilt: Nichts ist schwer, wenn man weiß, wie es geht.
Wenn nicht, liegt das Problem selten an der Software – sondern eher daran, dass man die eigenen Wissenslücken nicht eingestehen will.
Das eigentliche Problem ist nicht, etwas nicht zu wissen, sondern nicht zu wissen, dass man es nicht weiß … clever, oder?

Über dieses Vorurteil muss ich am häufigsten sprechen – warum auch immer viele glauben, WordPress sei unsicher. Im Ernst?
Klar, Open Source muss ja total leicht zu knacken sein, haha.
Dann versuch’s doch mal.
WordPress ist nicht einfach nur ein Name – hinter dem Open-Source-Projekt stehen Tausende Menschen, die sich tagtäglich um die Sicherheit kümmern.
Sie investieren unzählige Stunden, um das System aktuell zu halten.
Gerade diese ständigen Updates machen WordPress nahezu unangreifbar – man muss nur die Aktualisierungen regelmäßig einspielen.
Und wenn es doch mal ein Problem gibt, bist du nicht allein – dann betrifft es die gesamte WordPress-Community.

Ein weiterer überholter Mythos: WordPress sei nur etwas für Blogger.
Das stammt noch aus den Anfangstagen, als jeder mal ausprobieren wollte, kostenlos eine Website zu erstellen.
Damals wurde WordPress tatsächlich für Blogger entwickelt – aber seitdem hat sich viel getan.
WordPress hat sich längst zu einer umfassenden Plattform entwickelt, mit der sich professionelle und anspruchsvolle Websites gestalten und programmieren lassen.

Auch das glauben nur die, die sich am wenigsten auskennen.
Wer behauptet, eine hochwertige WordPress-Seite mit guten Plugins koste ein Vermögen und habe mit Open Source nichts mehr zu tun, liegt falsch.
Natürlich gibt es viele kostenpflichtige Plugins – aber es kommt darauf an, gezielt zu suchen.
Wer klug einkauft, zahlt nicht einfach drauf, sondern setzt auf clevere Lösungen.
Wenn du weißt, worauf es ankommt, findest du für nahezu jeden Zweck kostenlose Plugins.
Ein Tipp: Achte auf kostenlose Plugins mit vielen Downloads und regelmäßigen Updates – die werden nicht ohne Grund von so vielen genutzt, oder?

Hier kommt ein weiterer Klassiker unter den Vorurteilen, die WordPress verfolgen.
Oft heißt es, WordPress sei ideal für kleine und mittelständische Unternehmen.
Aber was passiert, wenn das Unternehmen wächst?
Dann denken viele sofort, WordPress sei zu klein geworden – was schlichtweg falsch ist.
Natürlich hat ein Konzern größere Besprechungsräume und größere LKWs – aber als KMU haben wir nie das volle Potenzial von WordPress ausgeschöpft.
Das Unternehmen kann wachsen – und WordPress wächst einfach mit. So einfach ist das.

Und zum Schluss das Mutter aller Vorurteile: Alle Websites mit WordPress sehen gleich aus, oder?
Das ist das Ergebnis der zuvor genannten Punkte.
Wenn man nicht weiß, was man tut, Plugins nicht richtig installiert und sich nur auf gekaufte Templates verlässt …
… dann sehen natürlich alle deine WordPress-Seiten gleich aus. Was sonst?
Wie schon erwähnt: WordPress ist ein extrem leistungsfähiges Tool, das weit mehr kann als nur Standard-Templates und vorgefertigte Designs, die sich zwangsläufig ähneln.

Ich hoffe, dieser Artikel hilft dir, dich beim Weihnachtsessen gegen deinen Schwager zu behaupten und ihn – wie du es liebst – ein wenig bloßzustellen.
WordPress ist ein äußerst leistungsstarkes Werkzeug, das in den Händen eines Profis professionelle Ergebnisse liefert.
In den Händen eines Anfängers bleibt das Ergebnis hingegen meist recht einfach.
Oder wie mein Vater immer sagt: „Der schlechte Tänzer schiebt es immer auf den schiefen Boden.“
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